February 9, 2012
Old man in new car

Reisemodus nennt sich das. In dem bin ich jetzt definitiv angekommen. Woran kann man das erkennen? Ganz einfach: an diesem Blog. Nagut, vielleicht bin ich auch ein wenig faul, was das Pflegen hier angeht. Mea Culpa, aber so isses!

Vorneweg: es geht mir blendend, ich lasse mich treiben und nehme langsam Kurs in Richtung Nordinsel. Die Fähre nach Wellington geht am 16.2.! Wenn ich sie nicht schon wieder nach hinten verschiebe natürlich.. aber geplant ists! 

Nachdem ich eine Woche im wunderbaren Wanaka verbracht habe, inkl Kinobesuch im famosen Cinema Paradiso, Volunteering beim Wanaka Triathlon und einem perfekten Tagestrip in den Mt Aspiring National Park bin ich nun seit geschätzt 2 oder 3 Wochen wieder an der Westküste angelangt. Hier mag ichs, trotz vieler Sandflies. So langsam werd ich auch ein bisschen immun, jedenfalls sind meine Füsse nicht mehr blutig gekratzt. Und das ist ja schonmal was!

Eines der West Coast Highlights war ein Ausflug ans Ende der Straße in Richtung Süden. 50km Sackgasse, wilde Küste, kleine abgelegene Ortschaften, Tonnen von Moskitos und Sandflies, Nacktbaden im See und die mit Abstand besten Fish&Chips am Ende der Straße im Fischer”dorf” Jackson Bay. Ink. Pinguine und Delphine am Strand.

Danach ging es wieder nordwärts, über die sehr touristischen Gletscher (ich war ein wenig enttäuscht) bis nach Greymouth. Das gute an der Westküste ist, dss die meisten Touristen einfach durchfahren und nur bei den Gletschern halten. Der Rest ist dadurch ruhig, abgelegen und wild. Das ist toll. Und überall wunderbarer Regenwald.

In Greymouth habe ich dann meinen geliebten Van verkauft. Der Tüv hätte mich zu viel gekostet (der Rost, der Rost), also habe ich ihn quasi gegen einen PKW eingetauscht. 

Nun fahre ich einen Schlitten in Champagner. 1998 Toyota Camry, Servolenkung und viel elektronischer Schnickschnack, V6 3,0l Motor mit viel Wumms, Automatik, Radio und 6-fach CD-Wechsler (wenn ich nur CDs hätte!), Klimaanlage, etc etc. Ein richtiges Auto und quasi das exakte Gegenteil von meinem Van. Wieso ich mir sowas leisten kann? Nun, wenn man ihn anlässt, kommt weißer Rauch aus dem Auspuff - die Zylinderkopfdichtungen sind nicht mehr ganz ok. Der Mechaniker meint, dass ich bis April damit wohl keine Probleme haben werde, 10.000km sollten noch drin sein, bevor die Reparatur fällig wird. Also wiedermal ein Auto, dass man sich zu Hause niemals kaufen Würde… :)

Danach bin ich dann wieder im Te Nikau Retreat hängen geblieben. Ich habe einige Tage gearbeitet, leider sind die ziemlich ausgebucht zur Zeit und ich kann nicht noch länger hier arbeiten. Ich bleibe aber auch so noch ein paar Tage und mache morgen noch eine Wandertour durch den Regenwald hier. Und jetzt grade sitze ich in Greymouth und genieße kostenloses Internet in der Library.

Also, alles Gute euch und - inzwischen stimmt das ja fast - bis bald!

February 9, 2012

Wild West Coast

February 9, 2012

Wanaka & South Westland

January 1, 2012

Skydive into Paradise

January 1, 2012
Erster!

Ich sitze an der Lakefront in Queenstown in der Sonne, trinke Eiskaffee und nutze ein seltenes Free Wifi. Es ist der erste Januar 2012, und das schon seit über einem halben Tag. In dem Sinne: Frohes neues Jahr!!

Auf dem Weg nach Queenstown

Gestern bin ich in ein kleines Flugzeug gestiegen und auf 15.000 Fuss Höhe (~4,5km) aufgestiegen. Ich war an einen Fremden festgezurrt. Dieser hat hoch über den Bergen irgendwann die Tür geöffnet, wir sind rausgesprungen. 65 Sekunden freier Fall, 200 kmh, Adrenalin, Wind, immense Weite. Freiheit. Dann der Fallschirm, der uns langsam wieder zum Boden gebracht hat. Unter mir Paradise. So sah es aus und so heißt es auch. Paradise ist ein winziger Ort mitten im Nirgendwo am Nordrand von Lake Wakatipu, in einer atemberaubenden Landschaft von hohen Bergen und türkisblauen Seen. Skydive into Paradise. Bevor ich nach Queenstown kam, wusste ich nicht, dass ich das will. Jetzt will ich es nochmal machen… Abends gab es am Strand Livemusik und Feuerwerk und die völlig überfüllte Stadt stand Kopf.

Auf dem Weg nach Paradise

Vor dem Skydive into Paradise

Man kann also sagen, ich hatte einen guten Rutsch!

Queenstown ist toll. Und ich muss bald wieder weg, denn wenn man irgendwo schnell sein ganzes Geld loswerden kann, dann hier. The City that never sleeps. Hier gibt es bei Patagonia die beste Eiscreme jenseits von Hangelar und den mighty Fergburger, ein riesiger leckerer Burger, world famous in New Zealand. Und Pubs noch und nöcher.

Queenstown Lakefront

Anduin, mit den Hügeln der Argonath (Der Herr der Ringe)

Morgen breche ich dann nochmal gen Fjordland auf, um eine Nacht auf dem abgelegenen und wilden Doubtful Sound zu verbringen. Danach werde ich reich. Im Arrow River bei Queenstown wurde dieses Jahr ein 32.000$ Goldnugget gefunden (So erzählte ein älterer Herr am Fluss, psssst!). Der Fall ist klar: ich rüste mich mit Goldpfanne und Schaufel aus und gehe ein paar Tage nach Arrowtown zum Goldwaschen. Sollte ich erfolgreich sein (ich zähle natürlich nur die mindestens faustgroßen Nuggets), folgt in Wanaka ein weiterer Skydive.

Im folgenden lasse ich nun die Landschaften der letzten Wochen auf uns wirken. (Neuseeland ist so unwahrscheinlich schön. Aber jetzt wo ich hier bin: Europa ist auch klasse!)

Moeraki Boulders

Moeraki Village

Die steilste Straße der Welt in Dunedin (nix für meinen Van)

Otago Halbinsel

Nugget Point, The Catlins

Verlassenes Haus in den Catlins im tiefen Süden

Schotterpisten, Schafe, Neuseeland!

McLean Falls in den Catlins

Heiligabend am Southern Ocean

Strasse Richtung Milford Sound

Milford Sound

Mitre Peak, Milford Sound

December 27, 2011
Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch! Mit ein bisschen Glück habe ich in den nächsten Tagen sogar nochmal Zeit für einen echten Blogeintrag!
Bis dahin: mir gehts gut, es ist Sommer und ich freu mich, euch alle wiederzusehen. Foto: Milford Sound…

Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch! Mit ein bisschen Glück habe ich in den nächsten Tagen sogar nochmal Zeit für einen echten Blogeintrag!

Bis dahin: mir gehts gut, es ist Sommer und ich freu mich, euch alle wiederzusehen. Foto: Milford Sound…

December 13, 2011
Sommer

In NZ ist es nämlich so: man ist nicht im Internet. Internet ist, wenn verfügbar, überall zeit- undoder volumenbeschränkt und dazu noch teuer (man bezahlt in 10 min Schritten…). Daher die enorme Frequenz der Blogeinträge.

In den vergangenen zwei Wochen bin ich mit Romina durch den Norden der Südinsel gefahren. Vor allem der Abel Tasman National Park, in dem wir einen Tag wandern waren und die Golden Bay waren echt klasse! Glasklares Wasser, goldener Sand, grüne Hügel… Weihnachten ist dabei sehr fern. Lustig, dass ihr euch grad auf Weihnachtsmärkten rumtreibt.

Abel Tasman National Park

Da bin ich, auf dem Abel Tasman Track

Romina mit Toastbrot. Man beachte die Auswahl!

Der Van in Kaiteriteri

December 5, 2011
Short news

Drei Tage in Kaikoura, super dort. Ich war krank, nicht super. Bin jetzt aber wieder fit. Muss mich noch mit dem Formular für die Versicherung rumschlagen. Habe Romina eingesammelt, haben uns erstmal abends aus dem Van ausgeschlossen. Der AA konnte helfen, welch ein Glück.

 S

Jetzt in Picton, leider Mistwetter gemeldet für die nächsten Tage. Grade in den Marlborough Sounds! Wieder Sandfly-Inferno an der Campsite. Eine Plage. Drecksviecher. Sonst aber alles bestens!

November 28, 2011
Rain, forest, rain!

Hängengeblieben bin ich, so kann man das nennen. Aber ganz positiv und so. Anfang der Woche bin ich über den Arthurs Pass an die Westküste gefahren (Benzinverbrauch übrigens 12l auf 100km. Okay, wenn man die enorme Steigung und den Zustand meines Fahrzeugs bedenkt.).

Ab Greymouth war ich dann wieder allein unterwegs. Leas und meine Routenpläne und -Notwendigkeiten liessen sich leider nicht vereinbaren. Schade, so eine Fahrgemeinschaft ist nämlich prima! Alleine reisen bedeutet große Freiheit. Aber es gibt auch Momente, an denen man sich mal allein fühlt. Und es ist sehr angenehm, wenn man mal jemand um sich hat, den man nicht erst seit einem Tag kennt und wo das Gespräch auch über das anfängliche Kennenlernen hinausgeht. Aber so gehts nunmal :)

50km weit bin ich gekommen, bis Punakaiki, bei den Pancake Rocks. Entlang an einer atemberaubenden rauhen Küste mit rollenden Brechern, ständig wechselndem Wetter, riesigen Felsen in der Brandung und dahinter steil ansteigenden Kalksteinformationen, mit dichtem Regenwald behangen. Die Westküste ist dazu nun wirklich New Netherland angesagt. In Greymouth scheint die Hälfte der Bevölkerung dauerbekifft zu sein und man raucht das Gras hier pur. Angebaut wird auch bei jedem zweiten im Hintergarten, habe ich den Eindruck. Ein entspanntes Völkchen. Viel mehr gibts hier allerdings auch nicht zu tun. Punakaiki bietet zwei Hostels, eine Motels und ca 5-10 private Wohnhäuser. Das wars. Kein Geschäft oder irgendwas. Zum Einkaufen fährt man ins 50km entfernte Westport.

Pancake Rocks


Wasserfall am Strand

Regenwald

Eine Nacht wollte ich hier bleiben, im Te Nikau Retreat im Regenwald. Da gefiel es mir dann so gut, dass ich direkt noch eine Nacht geblieben bin. Und dann bin ich ins Staff-Gebäude umgezogen und arbeite jetzt bis Mittwoch hier. Arbeiten heißt vormittags Muffins backen, Betten machen und ein bisschen Putzen. So bis mittags. Und dann die Gegend erkunden und mit den anderen Wwoofern rumhängen. So ein angenehmer, netter und entspannter Ort! Abends gibts Fleisch. Immer. Das ist Vorgabe der Maori-Besitzerin. Nun, von mir aus gern.

Ich bin außerdem froh, nochmal ein paar Tage Routine zu haben. Jeden Tag weiterfahren, planen und neues sehen ist auch anstrengend. Urlaub vom Urlaub sozusagen… Vom Hostel geht man 5min durch den Wald ans Meer, an eine fantastische Bucht mit glattgeschliffenen Kalksteinwänden. Bei schlechtem Wetter würden einen die Wellen im Wasser zermalmen. Gestern war jedoch gutes Wetter (Sonne den ganzen! Tag) und ich war schwimmen. Kalt, aber genial.

Heute regnet es dafür wieder scheinbar den ganzen Tag und ich habe nochmal Zeit, hier etwas zu schreiben. Am Mittwoch geht es dann erstmal weiter für eine Nacht in die Berge und dann weiter nach Hanmer Springs, zu den Thermalquellen.

wwoofer-Bereich im Te Nikau Retreat

November 23, 2011
Sandflies

…sind das Stichwort der letzten Tage. Wo Wasser ist, sind Sandflies. Sandflies sind klein, zahlreich (Stichwort “Myriaden”) und beißen. Dann juckt es tagelang. Zu den Sandflies hat mich mein neuer Van gebracht. Er ist im Grunde ein Haufen rostiges Altmetall, fährt nicht schneller als 90, kommt Berge nur im 2. Gang hoch und legt manchmal Erholungspausen ein, in denen er nicht schneller als 60 fährt. Aber ich mag ihn und bin ein glückliches Verkehrshindernis. Warum ich ihn für weniger als die Hälfte bekommen habe, er die nächste Wof (=Tüv) im März nicht bekommen wird und für welche Aufregung das beim Kauf geführt hat, das führt hier zu weit… Er fährt und wird mir gute Dienste leisten.

Smoooooth

Inzwischen habe ich endlich Christchurch verlassen und festgestellt, dass Neuseeland sogar noch mehr zu bieten hat! Mit Lea aus der Schweiz bin ich gestern über den Arthurs Pass rüber an die Westküste gefahren. Ein Beifahrer ist super! Übernachtet haben wir an einer einsamen Campsite mit Plumpsklo, die nur über eine lange Schotterpiste zu erreichen war. Aussicht? Einmalig. Sandflies: sie waren uns überlegen.

Landschaft am Arthurs Pass

Blick von der Campsite

Sandfly-County

Ein Kea inspiziert den Van

Heute regnet es. Sonst nichts. Weltuntergangswetter. Wir sind auf einem kleinen Campingplatz aus einer anderen Zeit. Achja, es REGNET!

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